Die Kniegelenksarthrose (Gonarthrose)

Das Kniegelenk ist enormen Belastungen ausgesetzt. Schon im Stehen lastet ein Großteil unseres Körpergewichts darauf, bei Sport und Bewegung sogar ein Vielfaches davon. Springt man zum Beispiel nach unten, müssen die Knie etwa das 24-fache des eigenen Körpergewichts aushalten. Vor allem aber passen die Gelenkflächen nicht vollständig ineinander, was die Stabilität negativ beeinflusst. Gerade bei stark beanspruchten Gelenken kommt es daher häufig zu einer Fehlbelastung, unter der die Knorpelmasse leidet. Nicht umsonst ist deshalb das Kniegelenk am häufigsten von Arthrose betroffen.

Mit Kniegelenksarthrose oder Gonarthrose bezeichnet man den vorzeitigen Verschleiß der knorpeligen Gelenkflächen des Kniegelenks. Schmerzen beim Aufstehen, bei Belastung und Bewegung oder im Ruhezustand, Bewegungseinschränkungen oder Schwellungen sowie knirschende Geräusche bei der Bewegung deuten auf eine Verschleißerkrankung hin. Das Kniegelenk produziert immer weniger Knorpel ernährende und "schmierende" Gelenkflüssigkeit (Synovia), wodurch das Knorpelgewebe seine schützende Elastizität verliert und leichter abgebaut werden kann. Der Knorpel bekommt im Laufe der Zeit Risse und nutzt sich ab, bis schließlich die Gelenkknochen aufeinander reiben. Dies kann sehr schmerzhaft sein und zu Bewegungseinschränkungen führen. Zu den üblichen Risikofaktoren wie Übergewicht, bestimmten Erkrankungen oder Fehlbelastungen kommt, dass dieses Gelenk aufgrund des komplizierten Aufbaus und der hohen Belastung sehr anfällig ist und wenig verzeiht. Fehl- und Überbelastung setzen dem Knie ebenso zu wie Verletzungen, aus denen sich häufig Arthrose entwickelt. Ursachen  können darüber hinaus auch Fehlstellungen im Kniegelenk sein (X-Beine, O-Beine), die eine einseitige Fehlbelastung zur Folge haben und den frühzeitigen Knorpelverschleiß begünstigen.

Die Gelenkknorpel im Knie eines Erwachsenen regenerieren sich nur sehr schwer. Eine Heilung der Arthrose ist in der Regel nicht möglich. Nach Ausschöpfung aller konservativen Maßnahmen zur Verzögerung der Arthrose und zur Milderung der Gelenkschmerzen wie Ernährungsumstellung, Gewichtsreduktion, sanfte Bewegung und gezielte Physiotherapie, sollte die Implantation eines künstlichen Kniegelenks in Erwägung gezogen werden.

Zu den typischsten Symptomen der Kniearthrose zählen:

  • Schmerzen morgens nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen

  • Schmerzen im Knie beim Treppensteigen oder beim Gehen auf unebenen Gelände

  • Anlaufschmerzen: Die Schmerzen treten zu Beginn einer Belastung auf, lassen dann nach und melden sich schließlich bei dauerhafter Belastung wieder

  • Beim Tragen von schweren Gegenständen verschlimmern sich die Beschwerden

  • Bergabgehen oder hockende Tätigkeiten schmerzen

  • Knirschende und knackende Reibegeräusche beim Bewegen des Gelenks

  • Gefühl von Instabilität bei Bewegung

  • Die Gehstrecke, die schmerzfrei zurückgelegt werden kann, nimmt ab

  • Erhöhte Wetterfühligkeit bei feuchtkaltem Wetter

  • Schwellungen, Rötungen und Überhitzung am Gelenk bei akuten Schüben

  • Nach langem Sitzen treten Schmerzen hinter der Kniescheibe auf

  • Hinkendes Gangbild durch Schonhaltung in fortgeschrittenen Stadium

  • Plötzliches Nachgeben des Beines durch Einklemmungserscheinung im Gelenk

  • Eingeschränkte Beweglichkeit, Gelenkblockaden

  • Anschwellen nach starker Belastung (Kniegelenkserguss)

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